Rennmäuse können bis zu fünf Jahre alt werden. Haben Sie die Zeit und die Lust, sich in dieser Zeit auch verantwortungsbewusst um die Tiere zu kümmern?
Sind Sie sicher, dass kein Familienmitglied eine Tierhaarallergie hat? Falls der Verdacht besteht, sicherheitshalber noch mal einen Allergietest bei einem Arzt durchführen lassen.
Die kleinen Energiebündel sind auch in der Nacht sehr aktiv. Könnten Sie diese Tatsache als störend empfinden?
Rennmäuse brauchen immer Kontakt zu Artgenossen. Wenn sie als Einzeltiere gehalten werden, quälen Sie die geselligen Mäuse!
Auch Kinder können ihren Spaß an Rennmäusen haben. Sind Ihre Kinder schon in der Schule, und können Sie als Elternteil die Geduld aufbringen, Ihr Kind bei der täglichen Pflege der Tiere zu unterstützen?
Haben Sie jemanden, der für Sie bei längerer Abwesenheit die Tierpflege übernimmt?
Auch Rennmäuse können mal krank werden. Sind Sie bereit, in so einem Fall einen Tierarzt aufzusuchen?
Katzen haben Rennmäuse zum Fressen gern. Achtung also, wenn Sie bereites einen ,,Stubentiger" haben.
Haben Sie genügend Platz für eine Rennmausbehausung?
Wie viele Mäuse möchten Sie? Anfängern würde ich zu zwei gleichgeschlechtlichen Tieren raten. Bei größeren Gruppen kann es leicht vorkommen, dass diese auseinander bricht.
Die Rennmausbehausung sollte schon vor dem Kauf fertig eingerichtet sein(siehe Rennmausheim).
Der Kauf
Wo kann man Rennmäuse kaufen?
Zoohandel: Im Zoohandel werden Rennmäuse oft nicht richtig gehalten (nicht alle, Ausnahmen bestätigen die Regel!) und werden nur als Ware behandelt. Dazu kommt noch, dass nicht ganz auszuschließen ist, ob die Tiere aus Inzuchtwürfen stammen. Oft sind die Mäuse nicht richtig zahm und haben Angst vor einer Hand. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Verkäufer nicht richtig geschult werden, und die Geschlechter nicht richtig unterscheiden. (statt zweiMännchen wird Ihnen ein Pärchen verkauft).
Tierheim: Im Tierheim werden immer wieder Rennmäuse abgegeben, die zu lästig geworden sind. Die Tiere haben leider schon häufig schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, oder werden aus nicht gewollten Würfen abgegeben (Inzucht). Trotzdem lohnt es sich, auch mal im Tierheim vorbeizuschauen.
Züchter: Bei einem Züchter haben Sie den Vorteil, dass Ihnen der Züchter genaue Angaben über die Tiere geben kann. Wie alt sind die Tiere? Wo kommen die Tiere her? Welchen Charakter haben die Tiere? Stammbaum? Schutzvertrag? Bei einem Züchter hat man oft eine größere Auswahl zwischen den Farben. Da manche Renner sich im Alter noch umfärben, hat man den weiteren Vorteil, sich die Elterntiere genauer anzusehen. Auch nach dem Kauf steht der Züchter Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Kaufen Sie am besten gleich zwei Tiere aus einem Käfig. Die Tiere sind schon aneinander gewöhnt, so fällt das oft problematische Vergesellschaften weg.
Die Tiere sollten einen allgemein gesunden Eindruck auf Sie machen, und der Käfig sollte sauber und frei von flüssigem Kot sein.
Wenn die Tiere noch geschlafen haben, sollten sie nach dem Wecken rasch munter sein.
Die Augen dürfen nicht geschwollen, verklebt oder trüb sein.
Eine gesunde Rennmaus hat sauberes, glänzendes und dichtes Fell. Es dürfen keine kahlen Stellen im Fell auftreten.
Beobachten Sie die Tiere eine Weile, wenn sich die Tiere verdächtigt häufig kratzen, liegt ein Verdacht auf Parasitenbefall vor.
Der After sollte nicht mit Kot beschmiert sein.
Normalerweise werden Wüstenrennmäuse zwischen der 7. und 8. Woche abgegeben. Wenn die Tiere zu früh von der Mutter getrennt werden, können Verhaltensstörungen auftreten. Desweiteren besteht die Gefahr, dass die Welpen nicht genügend resozialisiert wurden.